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Geschichte

Die Fachschule für Hauswirtschaft wurde bis vor etwa zwei Jahrzehnten unter dem Namen Haushaltungsschule Dietenheim geführt. Die Anfänge dieser Schule reichen in die Gründung der ersten Landwirtschaftsschule Deutsch-Südtirols in Sterzing zurück.1970- Schülerinnen bei der Gartenarbeit

  • 1913 im April begann der erste Kurs der Haushaltungsschule als Bestandteil der Landwirtschaftsschule Sterzing. Die Schule war im Schloss Moos bei Wiesen untergebracht. Direktor war Ing. Fritz Paufler. Der Unterricht an der Haushaltungsschule fand in den Sommermonaten statt. Lernziel war die Ausbildung der weiblichen Jugend vom Lande zur bäuerlichen Hausfrau.
  • 1919: Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Schule in derselben Grundausrichtung wie vor dem Kriege weitergeführt.
  • 1925: Im Sommer übersiedelte die Landwirtschaftsschule und mit ihr auch die Haushaltungsschule in den Ansitz Mair am Hof nach Dietenheim. Der Unterricht der Haushaltungsschule in Dietenheim begann im Frühjahr 1927. Die hauptamtlichen Lehrkräfte waren dieselben wie vorher in Wiesen.
  • 1928: Im Zuge der Umgestaltung des Schulwesens in den neuen italienischen Provinzen war die Haushaltungsschule zu einer rein italienischsprachigen Schule nach faschistischer Ausrichtung geworden. Der Sommerkurs 1928 fand erstmals ausschließlich in italienischer Sprache statt. Den Praxisunterricht besorgten italienische Ordensschwestern aus Genua.
  • 1939: Wegen ihrer Option für das Deutsche Reich verließen Direktor Ing. Karl Mathà und Frl. Marianne Pertramer die Schule. Die Direktion übernahm für kurze Zeit Kaplan Fidenzio Tovazzi und ab 1941 Dr. Gustavo de Angeli.
  • 1943: Durch die Änderungen im Kriegsgeschehen und den Einmarsch der deutschen Besatzungsmacht erlebte die Haushaltungsschule eine radikale Wende. Sie wurde nach den nationalsozialistischen Grundsätzen ausgerichtet. Die Unterrichtssprache wurde ausschließlich deutsch, die Fächer Italienisch und Religion wurden aus dem Lehrplan gestrichen. Neben den bisherigen Sommerkursen wurden auch Winterkurse abgehalten. Die Zahl der Schülerinnen verdreifachte sich.
  • 1945: Mit Kriegsende kehrte wieder der normale Schulbetrieb ein. Die Unterrichtssprache war im Gegensatz zur Zeit der faschistsichen Herrschaft deutsch. Für den Praxisunterricht wurden aber wieder italienische Ordensschwestern beauftragt. Das Fach Religion erhielt seinen Stellenwert zurück. Italienisch wurde als Zweitsprache unterrichtet. Die Schule wurde wie vor 1943 als Sommerschule geführt und hatte in den folgenden Jahren regen Zulauf.
  • 1959: Als die Landwirtschaftsschule Dietenheim in das neu errichtete Gebäude umzog, wurde die Haushaltungsschule selbständig und hatte das bisherige Schulgebäude, den Ansitz Mair am Hof, für sich allein. Frl Marianne Pertramer, die 1944 wieder an die Schule zurückgekehrt war, wurde zur Leiterin ernannt. Die Schule unterstand nun direkt der neu errichteten Abteilung für Bäuerliche Berufsertüchtigung im Landesassessorat für Landwirtschaft. Das Unterrichtsangebot wurde erweitert. Das Schuljahr wurde von bisher vier auf acht Monate ausgedehnt. Für den Praxisunterricht wurden die italienischen Ordensschwestern, durch junge deutschsprachige Fachlehrerinnen ersetzt. Die einjährige Haushaltungsschule war mit rund 30 Schülerinnen in den folgenden Jahren stets voll besetzt.
  • 1966: Nach fast einem halben Jahrhundert Dienst als Lehrkraft an der Haushaltungsschule ging Frl. Marianne Pertramer, die schon unterrichtet hatte als die Schule noch in Wiesen war, als Leiterin in Pension, ihre Nachfolgerin wird Frl. Augusta Ploner.Gründungszeit der Fachschule für Hauswirtschaft
  • 1984: Mit Jahresbeginn zog die Haushaltungsschule in den neuen Gebäudekomplex in unmittelbarer Nähe der Landwirtschaftsschule ein. Das Schuljahr 1983/84 wurde bereits mit zwei Parallelklassen begonnen. Nun standen moderne Lehrküchen, helle Klassenzimmer und eigene Räume für die praktischen Unterrichtsfächer und eine Turnhalle zur Verfügung. Der Fächerspiegel wurde den neuen Möglichkeiten angepasst. Neben dem normalen Schulunterricht konnte die Schule nun auch verstärkt Spezialkurse für Erwachsene anbieten. Die Schule war damit zur Ausbildungsstätte für die moderne Hausfrau geworden. Entsprechend wurde auch der Name von „Haushaltungsschule" in „Hauswirtschaftsschule" und einige Jahre später in „Fachschule für Hauswirtschaft" umgewandelt.
  • 1988: Nachdem auch die Landwirtschaftsschule vergrößert und umgebaut worden war, entstand aus beiden Schulen das Bildungszentrum „Mair am Hof". Einige Räumlichkeiten des Bildungszentrums wie Verwaltungsgebäude oder Turnhalle wurden gemeinsam genutzt. Die Fachschule für Hauswirtschaft blieb aber weiterhin weitgehend selbständig. In diesen Jahren erlebte die Schule mit mehr als 70 Schülerinnen den größten Andrang in ihrer Geschichte.
  • 1996: Im Zuge der Ämterreform wurden die Fachschule für Hauswirtschaft und die Fachschule für Landwirtschaft zu einer einzigen Direktion zusammengeschlossen. Die bisherige Leiterin der Fachschule für Hauswirtschaft wurde zur Vizedirektorin ernannt. Die Fachschule für Hauswirtschaft behielt ihren selbständigen Charakter bei. In diesem Jahr löste auch Dr. Reinhard Bachmann den langjährigen Direktor Hermmnn Zingerle, der in den Ruhestand trat, als Leiter des Bildungszentrums ab. In den folgenden Jahren wurde die Schule reformiert und auf drei Schuljahre ausgedehnt.
  • 2002: Nach der Pensionierung von Direktor Dr. Bachmann wurde das Bildungszentrum von der Vizedirektorin Margith Krautgasser Rainer geschäftsführend geleitet. Seit 2003 wird in Erwartung einer definitiven Besetzung der Direktion, das Bildungszentrum von Juliane Gasser Pellegrini als beauftragte Direktorin geführt.

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